nicht allzu lange vergangen ist mein Beitritt in die Arche — und ach, welch Vorfreude zum Zeitpunkt der Registrierung in mir aufkam. Unmittelbar jedoch kam es zur Negation jener Freude, denn — Gott stehe uns bei — satanistische Einflüsse scheinen eben dieses Plauderbrett bereits kontaminiert zu haben. Warnend und auf Obacht hinweisend wage ich das Teilen jener Bedrohung — so sehr es auch schmerzt — die mich unmittelbar nach Betreten der Arche ereilte:
Selbstverständlich umging ich die im Seitenverweis dargestellte Teufelszahl und lud sittlicherere Bestätigungszeichen; nichtsdestotrotz ist mir nicht wohl dabei meine Aktivitäten in der Arche bei solch drohender Gefahren aufrechtzuerhalten — was wäre nur geschehen hätte ich die Teufelszahl tatsächlich versandt, oh ich mag gar nicht daran denken. Es stellt sich mir die Frage, ob ein Bleiben nicht tatsächlich zu riskant ist. Klären Sie mich bitte der Gefahren bezüglich auf, die mich in Zukunft noch überkommen mögen.
Empört und den Sicherheitsabstand einnehmend,
von Dryadem
zwar kann ich Sie dahingehend beruhigen, daß der für dieses Brett zuständige Servierer mittels eines Weihwasserkühlers betrieben wird und obendrein von einem Erzbischof gesegnet wurde, werden wir der Sache natürlich nachgehen. Zwar entstand die Zahlenkombination höchstwahrscheinlich durch Zufall und nicht durch Einfluß des Leibhaftigen, aber sicher ist sicher. Schließlich wollen wir nicht riskieren, daß die gesamte Anschnurgemeinde dem Satan anheim fällt.
Ich danke Ihnen vielmals für die Warnung.
Die Höchstadministranz verständigend,
Martin Berger
Wehe! Wehe! Die Zahlenkombination entstand mitnichten durch Zufall; bei jeder Neuanmeldung wird Ihnen zwar eine zufällige Nummer zugewiesen, jedoch erkennt der Servierer, der unter ständiger Aufsicht des Vatikans steht, auch die Absichten des Aspiranten. Sie haben wohl bereits den ewigen Pakt mit dem Leibhaftigen geschlossen?
Doch da Sie dies zumindest erkannt haben, ist vielleicht noch nicht alles verloren. Prügeln Sie den Gehörnten aus Ihrem sündigen Leib heraus!
Nehmen Sie die Neunschwänzige zur Hand und lassen Sie die Fetzen fliegen!
Sich bekreuzigend,
Ihr Johannes Richter
"Dann sagte er zu ihnen: Geht hinaus in die ganze Welt, und verkündet das Evangelium allen Geschöpfen!" (Markus 16,15)
es ist überaus erfreulich zu hören, dass Maßnahmen zur Segnung des Servierers stattfinden, ich bitte jedoch dennoch um besondere Obacht. Es mag sich hierbei zwar eventuell um einen Zufall handeln, jedoch wissen sie hoffentlich ebenfalls, dass die Wahrscheinlichkeit des Auftretens einer Sechshundertsechsundsechzig — um es nicht in Zahlen zu schreiben — in den ersten 3 Ziffern lediglich bei einem Tausendstel liegt und somit ganz und gar nicht "höchstwahrscheinlich" ist. Umso mehr freut es mich natürlich, dass Sie höhere Instanzen informieren — auf dass Sie das Unheil beseitigen mögen.
Herr Harten,
es ist mir ein Rätsel inwiefern ich Ihnen beim Erklären Ihrer eigenen Gedanken behilflich sein kann, rate Ihnen jedoch dazu Ihre Sorgen bei einem Gebet dem allmächtigen Herrn persöhnlich auszuschütten — er wird Ihnen eine Antwort zukommen lassen. Versichern kann ich Ihnen jedoch, dass ich christlichster Christ bin.
Herr Richter,
es freut mich zu sehen, dass sie sich der kritischen Situation wohl bewusst sind — aber um Gotteswillen! Nun bin ich also derjenige der bereits dem Leibhaftigen verfallen ist? Das wage ich zwar stark zu bezweifeln — so habe ich mich stehts vornehmlich verhalten —, doch um sicher zu gehen werde ich mich selbstverständlich doppelt und dreifach sämtlicher exorzierender Prozeduren unterziehen!
das System zur Zuweisung der Zahlenkombinationen wird, wie bereits erwähnt, rund um die Uhr vom Vatikan bewacht.
Sicher, unfehlbar ist allein der HERR; doch sind die Herren, die zur Überwachung zugelassen sind, hochqualifizierte Kardinäle, weshalb ein Irrtum nahezu ausgeschlossen ist.
Ich werde für Sie beten!
Eine Kerze für Herrn Dryadem anzündend,
Ihr Johannes Richter
"Dann sagte er zu ihnen: Geht hinaus in die ganze Welt, und verkündet das Evangelium allen Geschöpfen!" (Markus 16,15)
ich kann Ihnen jenen Beitrag des weisen Aufsehers Schnabel empfehlen, der sicherlich höchst hilfreich ist.
Franz-Joseph von Schnabel hat geschrieben:
[...]tauchen Sie in einem Faß voller geweihten Wassers eine halbe Stunde unter.
Wenn Sie verbrennen, wären Sie besessen, sollten Sie ertrinken, war alles knorke.[...]
Ebenfalls zu empfehlen ist der Eröffnungsbeitrag des großartigen Gleichstellungsbeauftragten Benedict im Faden, aus dem auch das der Feder des Herrn Schnabel entsprungene Zitat stammt!
ich danke Ihnen vielmals für Ihren Verweis zu den Ausführungen Benedicts bezüglich der Anzeichen zur Besessenheit. Tatsächlich trifft neben dem Punkt des Alters auch das Attribut der Linkshändrigkeit auf mich zu. Es mag sein, dass ich den Gehörnten tatsächlich bereits von Geburt an in meiner Brust umher trage, so wie es Herr Richter vermutet hat — hoffen wir das Beste. Zwar werde ich mich vorerst noch nicht ertränken, doch seien sie gewiss: sollte ich tatsächlich dem Leibhaftigen verfallen sein und sämtliche anderen Versuche des Exorzierens scheitern, werde ich auch dies in letzter Not tun.
Herr Richter & Herr Berger,
verzeihen sie mir die Vorwürfe gegenüber der Arche und insbesonderen Ihnen, Herr Richter, vielen Dank, dass sie mir die beschämende Wahrheit zeigten.
der Satan ist hinterlistig und verlogen!
Dennoch erkenne ich in Ihnen den Wunsch auf Heilung, welcher, wie es mir scheint, aus tiefstem Herzen und Ihrer Liebe zum HERRn kommt, die der Gehörnte nicht vollends erlöschen konnte.
Unter Zuhilfenahme schmerzhafter Exorzismen und Geißelung werden Sie die Liebe des HERRn bald wieder fühlen können.
Die heftigen Hiebe des Rohrstockes werden das Böse aus Ihnen treiben.
Für Ihr Seelenheil betend,
D. Carwin
Einige schnieke Worte an alle Jugendlichen:
"Die Zucht ist eine Wucht! Seid keusch und brav, denn nichts ist kühler als die Liebe des HERRn"