Die felsige Schauerschau

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Horst von Kurzensoed
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Registriert: Di 16. Okt 2018, 10:18

Die felsige Schauerschau

Beitrag von Horst von Kurzensoed »

Werte Herrschaften!

Ich habe gestern Abscheuliches erlebt.
Sie müßen wißen, daß es in meiner Gegend eine eigentlich töfte Amateurtheatergruppe gibt, die jedes Jahr zu Weihnachten ein Hirtenspiel sowie zwischendurch andere Theaterstücke mit weltlichen Themen aufführt.
Zumeist sind dies literarische Klassiker von Goethe, Schiller oder Schüttelbier, deren Inhalt dem biederen, gebildeten Bürger zusagen muß.
Leider ist der ehemalige Vorstand ebendieser Theatergruppe kürzlich in den altersbedingten Ruhestand gegangen.
Seine Nachfolgerin ist eine entsetzliche jugendliche Göre aus Wien, die denkt, sie müße ihre Unsitten aus der Großstadt ins beschauliche Almtal bringen.
Weil ich jedoch seit jeher der Hauptsponsor ebendieser Gruppe bin, wohnte ich gestern der ersten Aufführung der Theatergruppe mit der neuen Leiterin bei.
Dabei führten sie ein echstrem perverses, ekelhaftes, von falschsechsuellen Anspielungen nur so strotzendes Musikspiel mit dem Titel "Felsige Schauerschau" (unredl. Rocky Horror Show) auf.

Bereits der Name läßt Übles erahnen, doch übertraf der Inhalt meine schlimmsten Befürchtungen.
Ich werde Ihnen die Schilderung des Inhalts ersparen, jedoch läßt sich für den hartgesottenen intereßierten Leser die Handlung leicht im Weltnetz ergockeln.

Selbstverständlich habe ich mit sofortiger Wirkung dieser unredlichen Gruppe den Geldhahn zugedreht.

Angewidert,
Horst von Kurzensoed
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Rotzbengel Rüdiger
Löblicher Internatsknabe
Beiträge: 1855
Registriert: Sa 15. Jun 2013, 18:10

Re: Die felsige Schauerschau

Beitrag von Rotzbengel Rüdiger »

Werter Herr von Kurzensoed,

Ich befürchte, die Einstellung Ihrer Zahlungen wird nicht den erwünschten Effekt erzielen. Künstler und Falschsechsuelle sind meiner Erfahrung nach wahre Meister, wenn es darum geht, das schnelle Geld an der Straßenecke zu verdienen. Im schlimmsten Fall wird in den kommenden Wochen das elende Gewerbe der Hurerei Ihrer Gegend verstärkt auftreten, nein, nein, nein.
Die Suche nach einer Lösung erscheint mir schwierig. Verwehrt man ihnen den Zugang zum Gemeindehaus, wird der nächste Hinterhof zur Bühne erkoren. Zerreißt man sie berechtigt im Kulturteil, spornt sie das nur an, den Frust ob der Offenbarung der eigenen Talentlosigkeit mit dem Konsum von schweren Drogen, wie Hanfgift, Kokain und Kola zu verarbeiten.
Ich schlage eine redliche Bekehrung vor. Ein neuer Theaterverein muss gegründet werden, der den hoffentlich noch nicht verlorenen Schauspielern die Vorzüge der Passion Christi, dem Wiegenden Walter und dem Doktor Faustus präsentiert. Jedoch, so spricht der Hirte, sollte schnell gehandelt werden, denn sonst, da mag der Einfluss der Wiener Göre schon zu tief eingedrungen sein, nein, nein, nein.

Die Bibel studierend,
Rotzbengel Rüdiger
Tu das nicht, laß das sein, faß das nicht an. - so spricht der Vater, denn Zensur ist gut für Knabbub und Göre.

Im Übrigen bin Ich der Auffassung, daß das Internetz abgeschaltet gehört.

Wer Sprudelwasser trinkt, hasst Jesus.
Justus Wurstel
Brettgast mit Maulkorb
Beiträge: 6
Registriert: Do 13. Jan 2022, 15:44

Re: Die felsige Schauerschau

Beitrag von Justus Wurstel »

Werter Herr Kurzensoed,

Die felsige Schauerschau ist tatsächlich ein besonders unredliches Musikspiel. Stellen Sie sich vor, mein Enkelsohn hat dieses abscheuliche Stück im Musikunterricht besucht! Danach wechselte er natürlich auf ein christliches Gymnasium, wo es so etwas nicht gibt.

Ich denke, es war eine richtige Entscheidung, der Theatergruppe die Zahlungen einzustellen. Jedoch stimme ich dem Buben Rüdiger zu, dass möglicherweise eine andere Quelle zur Finanzierung gefunden werden kann, was die Situation wohl sogar verschlimmern würde.

Glück auf,
Justus Wurstel
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Walther Zeng
Brettalkoholiker
Beiträge: 1102
Registriert: Di 14. Jan 2014, 14:37

Re: Die felsige Schauerschau

Beitrag von Walther Zeng »

Werter Herr Kurzensoed,

diese Fall zeigt uns wieder, daß man Finanzierung niemals unabhängig von
Personalmanagment betreiben darf.
Sie hätten schon einen Neffen, Schwager, Cousin oder Großcousin im
Aufsichtsrat unterbringen können, damit dieser präventiv und aktiv die
Personalentscheidungen beeinflussen kann.
Nun wird es sicher schwierig, dies jetzt noch schnell zu tun,
aber ich denke, wir sollten alle in Zukunft diesen Aspekt stärker in den
Betrachtungsmittelpunkt setzen.

Ein riesiges Sahnehäubchen mit Edelbitterschokoladenraspeln auf den
Eiskaffee setzend
Walther Zeng
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