Wussten Sie schon, dass es heutzutage auch Ärzte weiblichen Geschlechtes gibt, Feurio? Seitdem mir telephonisch mitgeteilt, dass mein Berufskollege Erhard wohl ein'ge Monate krankheitsbedingt ausfallen wird, war es mir in der Tat eine Ehre, mich sogleich als der seine zahnmedizinische Vertreter in Böblingen vorzustellen, Sappradi. Geschwind reiste meine Wenigkeit noch am späten Sonntage Richtung Norden los, um pünktlich am Vormittage in der Praxis zu sein. Nun denn, widmen wir uns nun aber wieder dem eigentlichen Sinn dieses Fadens, welcher keineswegs die durchaus schnafte Anreise meinerseits im ebenso schnaften Mercedes SLS thematisieren soll, sondern das, was man mir erst unmittelbar vor Beginn der meinen Dienste sagte: Erhard war der einzige Mann im gesamten Ärztehaus, Potztausend! Unglaublich, diese jungen Dinger zählen doch tatsächlich keine dreissig Lenze und nennen sich schon "Doktorinnen"!

Der Schein trügt; Ich lächele mitnichten, sondern bin schwer traumatisiert ob dieser vielen halbnackten Frauenzimmer;
Wo sind nur die Ehegatten all dieser "Ärztinnen", Sackerlot? Ich suche jene seit gestern verzweifelt, allerdings scheinen diese wie vom Erdboden verschluckt oder die jungen Gören allesamt - der HERR stehe mir bei - noch unverheiratet zu sein! Ich werde wohl schweren Herzens eine dieser Maiden ehelichen müssen, so kann es schliesslich nicht weitergehen, Potzblitz!
Den Rohrstock zückend,
Dr. Waldemar Drechsler
