Die Verrohung der Jugend

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Johannes Karenus
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Registriert: So 23. Dez 2012, 10:32

Die Verrohung der Jugend

Beitrag von Johannes Karenus »

Werte Gemeinde!

Ich berichtete ja bereits mehrere Male von meinem löblichen Nachbarsjungen, welcher mir bereits sehr ans Herz gewachsen ist. doch leider musste ich heute Zeuge eines Vorfalles werden, welcher meinen Glauben an eine Hoffnung für die Jugend gänzlich zerstörte.
Ich schreibe diesen Eintrag nun, da ich wegen meines Schockzustandes auch nach stundenlangem Studium des heiligen Buches und einer sehr langen Gebetszeit noch immer keinen Schlaf finden kann. Ich werde versuchen, sämtliche schockierenden Passagen des Vorfalls auszulassen, da ich nicht möchte, dass es Ihnen genauso ergeht wie mir.
Der vorfall ereignete sich, als in in dem von unserem hiesigen Pastor gesegneten töften markt einkaufen ging. Ich befand mich bereits auf dem Weg richtung Kasse, wollte aber noch einen Abstecher zu der Auslage wagen, wo unsere Pfarrbriefe immer bereit liegen. Ich las mir gerade den Artikel über meinen guten Freund Markus Pahling durch, welcher ehrenamtlich in der Klosterpforte arbeitet, als mich ein junger Bub, nicht größer als eineinhalb Meter anrempelte. Unglücklicherweise ist dies nichts Ungewöhnliches und wäre auch nicht weiter schlimm gewesen, hätte sich dieser Aufprall für mich nicht wegen seiner geschätzten einhundert Kilogramm wie ein Autounfall angefühlt. Sprachlos beobachtete ich den übergewichtigen Knirps wie er geradewegs in Richtung der fettigen Lebensmittel watschelte, welche leider zum Erhalt des Ladens auch verkauft werden müssen, sich seine kurzen Ärmchen damit vollud und mit einer duch den Berg an plastiktüten stark eingeschränkten Sicht geradewegs in Richtung des mütterlichen Einkaufswagens wankte. Glücklicherweise konnte ich ihm diesmal ausweichen, ich befürchte sonst hätte es schlimm enden können. Ich mag mich gar nicht ausmalen, was hätte passieren können, wäre ich unter diesem Kloß an Fettmasse begraben worden. Seine Mutter, eine mir nicht bekannte Dame, sah ihren Sprößling anwatscheln und versuchte, ihn mit den Worten "Nein, Max, das kaufe ich dir nicht" zurück zu dem Regal zu lotsen, woraus er seine Beute entnommen hatte. leider ließ sich klein Max nicht durch die Worte seiner Mutter beirren und steuerte geradewegs auf den Einkaufswagen zu, um sein Sammelsorium an Fett machenden gebackenen Kartoffelscheiben in das rollende Drahtgestell plumpsen zu lassen. Seine Mutter versuchte, diese wieder zu entnehmen, doch da wurde der kleine Knabe wirklich wütend, brüllte seiner Mutter Beleidigungen an den Kopf, für welche ich, hätte ich es gewagt, diese auszusprechen, monatelang mit dem Rohrstock gezüchtigt worden wäre. Er betitelte sie mit worten, welche ich hier nur als "Dirne" übersetzen kann, pflantzte sein bis dahin immer noch ungezüchtigtes Hinterteil auf einem Kasten Wasser und spuckte seiner Mutter mitten im Laden vor die Füße. Diese tat mir unglaublich leid, doch konnte ich nichts unternehmen, da ich mich wegen der zu großen Aufregungsetzen musste, da ich drohte in Ohnmacht zu fallen. Glücklicherweise ergriff ein jüngerer, fidelerer Mann als ich die Initiative und schlug dem kleinen Teufelskind mit einem lauten Klatschen auf die rechte, dann auf die linke Wange. Dieser schaute den guten Herrn ungläubig an, wie es schien hatte vorher noch nicht einmal sein eigener Vater es je für nötig erachtet, Hand gegen ihn zu erheben. Nun fing auch der kleine Satansbraten an zu weinen, sodass ich, durch die Tat des Herrn Darens, wie ich später seinen Namen erfuhr, mit neuer Kraft beflügelt, mich erst um die Versorgung der Mutter mit Taschentüchern guter Zurede und Tedels wegen des Missratenen Sohnes und dann um die Entsorgung der Beute des Kleinen kümmern konnte. Als ich von dem Mülleimer zurückkehrte, zu welchem ich die Tüten gebracht hatte, waren bis auf den guten Herrn Darens alle verschwunden, vermutlich vor den tadelnden Blicken der Umherstehenden geflohen.

Ich möchte mich damit nun auch von Ihnen verabschieden in der Hoffnung, nun, da ich mir diese Last von der Seele habe schreiben können, zumindest ein paar stunden Ruhe zu finden, bis ich morgen mit unserem Pfarrer und dem Bibelkreis darüber reden kann. Ich hoffe, dass ihnen niemals so etwas passieren muss.

Immer noch schockiert,
Karenus.
Es mögen der Frieden und die Einigkeit auf der Erde einhergehen mit der Frömmigkeit und dem Glauben
Kyriaki
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Re: Die Verrohung der Jugend

Beitrag von Kyriaki »

Herr Karenus,

bitte setzen sie Großbuchstaben und Absätze! Man kann ihren Text nicht richtig lesen, da das leuchten der Monitore das Lesen schon beeinträchtigen.

Hinweisend,

Kyriaki
Und also vollendete Gott am siebenten Tage seine Werke, die er machte, und ruhte am siebenten Tage von allen seinen Werken, die er machte.
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Sören Korschio
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Re: Die Verrohung der Jugend

Beitrag von Sören Korschio »

Analphabetin Kyriaki!

Herr Karenus spart nicht nur Absätze, sondern damit auch Strom. Reißen Sie sich zusammen, Sie hohle Nuss!

Lieber Herr Karenus!

Sie haben gut und richtig gehandelt. Ihre Zivilcourage ist nachgerade bemerkenswert. Ich hoffe, dass Sie sich alsbald von diesem Vorfall erholen und kann nur ebenfalls zum Besuch eines Geistlichen raten. Erfahrungsgemäß helfen Kleriker in Situationen des Unwohlseins mit Abstand am Besten.

Heureka!
Ihr Sören Korschio
"Die Jugend will Keile!" - Prof. Martin Zahnbeisser
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